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Isla Holbox: Der Insel-Favorit unter Backpackern – Ein kompletter Guide

Isla Holbox wird noch als Geheimtipp gehandelt unter Backpackern, da es im Gegensatz zur Isla Mujeres recht untouristisch ist. Doch wer denkt, er entdeckt diese Insel als Erster, hat falsch gedacht. Auch hier ist der Tourismus schon angekommen, aber noch nicht in dem Ausmaß wie auf Cozumel oder Isla Mujeres. Daher ist Holbox auch mein persönlicher Favorit unter den mexikanischen Inseln. Wenn Ihr also nur Zeit für eine Insel habt, dann wäre meine Empfehlung immer: GO HOLBOX. 

Dieser Backpacking Guide versucht Dir folgende Fragen zu beantworten: 

5 THINGS TO DO IN ISLA HOLBOX

1) Island Tour auf eigene Faust: Punta Coco & Punta Mosquito

Wenn ihr auf der Insel ankommt, wird erstmal jeder mit der Island-Tour werben. Lasst euch gesagt sein: Ihr braucht diese Tour nicht! Außer ihr besteht darauf, die Cenote und noch mehr Vögel zu sehen. Wir haben aber von anderen Backpackern gehört, dass diese jetzt nicht übertrieben toll sein soll und sie taucht auch in keiner Best of Cenoten- Liste auf, die ich bisher gesehen habe.

Denn die in der Tour inkludierten Hauptattraktionen, Punta Coco & Punta Mosquito, könnt Ihr auch auf eigene Faust besichtigen.

Punta Coco

Punta Coco ist für zwei Dinge bekannt: Flamingos und Hängematten im Wasser

Ihr könnt dort Flamingos aus nächster Nähe (man muss 100m Abstand halten) in ihrem natürlichen Habitat beobachten. Und anschließend in den berühmten Hammocks im Wasser entspannen. 

Wie kommt man zur Punta Coco?

Einfach bei maps.me Punta Coco eingeben – der Weg ist von der Hauptstraße aus eigentlich immer nur geradeaus (Calle Cherna). Zu Fuß braucht Ihr etwa 45 Minuten (4km vom Zentrum). Mit dem Fahrrad entsprechend weniger Zeit (200 Pesos pro Tag)

Hostel-Tour

Falls Ihr im Che Hostel unterkommt, könnt Ihr auch bei deren Free Tour mitgehen. Ein Volunteer hat einen Deal mit dem „Restaurant“ dort abgeschlossen, dass man seine eigenen Getränke mitbringen und deren Stühle und Tische nutzen darf. Man schleppt dann abwechselnd in der Gruppe eine riesige Kühlbox, in die jeder sein gekauftes Bier legen darf. Plus: das Hostel stellt ein ein paar Flaschen Wodka oder Tequila umsonst. Das Ganze ist ein Riesenspaß, da die Gruppe meist sehr groß ist (um die 15-20 Leute) und man leicht neue Leute kennenlernt.

Im Folgenden noch ein paar #backpackinghacks für Playa Punta Cocos. 

#backpackinghacks

In der Früh könnt Ihr in aller Ruhe zu den Flamingos hinauswaten (das Wasser ist sehr seicht) ohne, dass Menschenmassen auf sie zuströmen. Außerdem könnt Ihr euch schon mal eine Hängematte sichern (die sind nämlich schnell vergriffen) und ein hübsches Foto ohne jemanden im Hintergrund machen.

Alternativ empfahl man uns im Hostel auch kurz vor Sonnenuntergang dorthin zu laufen. Denn, wenn ihr Glück habt, kommen die Flamingos um diese Uhrzeit ganz zum Strand vor.

Das Wasser dort ist wie gesagt sehr seicht und eher „sumpfig“. Und die Mosquitos sind wirklich selbst unterm Tag gnadenlos an der Punta Coco.

Wir dachten, an so einem Touristenspot gibt es sicherlich zahlreiche Restaurants. Naja falsch gedacht: es gab einen Laden, in dem man Getränke und Snacks kaufen konnte. Und der war dementsprechend teuer. Wir haben für das Wasser ca. den dreifachen Preis wie im Supermarkt bezahlt.

Punta Mosquito

Die Punta Mosquito ist für die Vogelschau bekannt. Hört sich erstmal langweilig an, ist aber ein echtes Naturspektakel, diese Massen an Vögeln zu beobachten. 

Die Punta Mosquito war mein persönliches Highlight auf Isla Holbox.

Um dorthin zu gelangen, sind wir ca. 2h durch Wasser gewatet, aber das war es definitiv wert. Als wir dort ankamen, war es genau Zeit für den Sonnenuntergang und die Vögel sind sozusagen in die untergehende Sonne geflogen – bevor sie wieder zurückkamen. Ich habe noch nie so viele Vögel auf einem Haufen in so einer schönen Szenerie gesehen. Außerdem hatten wir besonders viel Glück, da nach Sonnenuntergang ein Vollmond zum Vorschein kam. Das größte und schönste Wunder ist wirklich die Natur, dachte ich in dem Moment.

Wie kommt man zur Punta Mosquito

Auch in diesem Fall empfiehlt sich, die Attraktion auf maps.me zu suchen. Im Prinzip geht es auch hier nur geradeaus auf der Calle Paseo Kuka. Wir sind allerdings nicht direkt auf dem Weg gelaufen, sondern durchs Wasser gewatet, weil man sonst von Mosquitos zerstochen wird. Ihr werdet entlang des Weges jede Menge hübsche Unterkünfte sehen. Solange Ihr diese im Blick habt, lauft Ihr richtig 😉

Der Weg ist mit etwa 1h (3,7km) angegeben. Falls Ihr durchs Wasser geht, würde ich aber eher 2h einplanen. Idealerweise macht Ihr euch um 15 Uhr auf den Weg, um den Sonnenuntergang dort anzuschauen. Bedenkt allerdings bei der Sunset Tour: Ihr müsst den Weg dann auch wieder durch die Dunkelheit zurückgehen. Also falls Ihr solo unterwegs seid, empfehle ich Euch an dieser Stelle, die Punta Mosquito lieber untertags aufzusuchen. 

Hostel-Tour

Das Che Holbox Hostel bietet auch diese Tour umsonst an. Somit waren wir 15 Leute, die gemeinsam zur Punta Mosquito wateten mit einer Kühlbox im Schlepptau, um nach der Anstrengung ein kühles Bier zum Sonnenuntergang zu genießen. Wahrhaftig traumhaft 🙂  

Alternative: Island Tour mit Guide

Ihr wollt dennoch die Island-Tour machen, weil Ihr lieber einen Guide dabei habt?

Dann bucht diese beim Touri-Anbieter Eurer Wahl für ca. 500 Pesos (Preise variieren) am Strand.

Das Paket beinhaltet meist folgende Hotspots (saisonal abhängig)
  • Isla Pajaros – jede Menge Vögel
  • Passion Island – noch mehr Vögel und teilweise Flamingos
  • Yalahau – eine kristallklare Cenote, die einer Legende zufolge früher von Piraten genutzt wurde.
  • Punta Mosquito – Vögel unlimited und Flamingos
  • Punta Coco – Flamingos
  • Delfine – wenn Ihr Glück habt, seht ihr sie auf der Bootstour (Chance ist so 50/50)

2) Free (walking) tour: Entdecken, shoppen, schlemmen

Ihr solltet euch auf jeden Fall einen Tag nehmen, um die Insel auf eigene Faust zu erkunden.

Einfach durch die Straßen schlendern, shoppen, sich ein Eis gönnen, die Graffitis bewundern und entspannen.

Das Ganze ist wunderbar zu Fuß machbar, wenn man sich nicht scheut, 1-2h durch die Gegend zu laufen. Ansonsten gibt es auch die Option, sich ein Bike (ca. 200 Pesos pro Tag) oder ein Golfcart (ca. 150 Pesos pro Std.) zu leihen, um sich auf der Insel fortzubewegen.

Shopping:

Die Insel hat Richtung Hafen jede Menge tolle kleine Läden, in denen man schönen Schmuck, Traumfänger und sonstige hübsche Andenken shoppen kann. Davon sticht keiner besonders heraus: same same but different ist das Motto 🙂 

Mein Lieblingsladen, falls Ihr etwas qualitativ Hochwertiges braucht: Der süßen Surferladen auf der Calle Portofirio Diaz, der auch die bekannten Surfermarken Billabong, Roxy und Co. anbietet.

Food and Drink Hotspots (Backpacker Budget)
  • Die süßeste – und most instagrammable – Eisdiele auf der Insel mit hübschen Swings ist definitiv einen Besuch wert: El mangle blanco
  • Eine riesige Pizza schlemmen zum kleinen Preis? Geht zu Pizza Edelyn. Wir haben uns für 170 Pesos eine große Pizza Hawai geteilt und selbst Kevin war satt.
  • Ihr sucht nach einem günstigen Frühstückslokal? Bei El Limoncito gibt es die besten Los huevas molenas für 120 Pesos und Ihr bekommt ein Getränk umsonst dazu (Kaffee, Wasser oder Fruchtsaft).
  • Die besten und günstigsten Tacos der Stadt: Taco Queto auf der Coldwell Street. Dort gingen auch immer alle Volunteers von unserem Hostel essen. Lasst Euch nicht abschrecken von dem nicht vorhandenen Interior Design. Der Laden besteht aus Plastiktischen und Stühlen und das Dach ist eher eine Art Zelt, aber die Auswahl, die Größe und Qualität des Essens ist phänomenal. Meiner Meinung nach, das Beste, was man als low budget Backpacker kriegen kann.
  • Unsere Lieblingsbar: The Hot Corner. Da ist immer etwas los und die Drinks sind finanzierbar.
Was gibt es sonst zu entdecken? 
  • Free Art Gallery: Bewundert die Graffitis auf der Calle Palomino
  • Sunset Tequila: Holt euch das Landesgetränk – eine Flasche Tequila – und setzt euch an den Steg, um den Sonnenuntergang anzusehen 😉
  • Go local: Schlendert durch die abgelegenen Straßen und entdeckt, wie die Locals wohnen

3) Schnorcheln mit Walhaien (saisonabhängig)

Saison: Juni bis September

Die Isla Holbox ist einer der besten Spots der Welt, um Walhaie zu sehen. Die Hauptsaison dafür ist von Juni bis September, wobei im Juli und August die höchste Konzentration vorliegt. Eine weitere Insel in Mexiko, wo ihr Walhaie sehen könnt, ist die Isla Mujeres (hier kannst du unseren Blogartikel lesen). Wir waren leider nicht zur richtigen Zeit auf der Insel, aber glaubt mir: es gibt mehr als genug Anbieter 😉 da werdet ihr sicher fündig.

Preis: ca. 2000 Pesos

4) Biolumineszenz Tour aka das leuchtende Plankton (saisonabhängig)

Saison: Juni bis September

Was ist Biolumineszenz? Das ist der Effekt, wenn das Plankton im Meer beginnt, blau und grün zu strahlen. Wer stört, wird beleuchtet. Fast wie Glühwürmchen im Meer. Sie kommen prinzipiell überall auf der Welt vor, aber nur dort, wo sie sich häufen, kann man das Leuchten sehen.

Ca. 300 Pesos für 3 Stunden

5) Cabon Catoche (abseits des Mainstream)

Wer etwas mehr Budget hat – hier noch ein Tipp für eine etwas andere Tour, die ganzjährig machbar ist.

Etwa 43km östlich von Holbox liegt Cabo Catoche, ein unberührter Fleck Natur, der mit seiner wunderschönen Landschaft und einsamen Stränden besticht. Außerdem sind die Gewässer in dieser Gegend überaus fischreich und eignen sich somit zum Angeln und Schnorcheln. Wer Glück hat, sieht auch ein paar Delfine.

Eine Tour könnt Ihr fast bei jeder Touristenbude auf Isla Holbox buchen und diese umfasst meist folgende drei Leistungen:

  • Angeln inkl. Verspeisen des Fischfangs in Form von Ceviche
  • Schnorcheln: im Gebiet „Cuevones“ – wo man harmlose Ammenhaie, Hawksharks, Tintenfische u.v.m. bewundern kann
  • Strand & Mangroven
  • Dolphin-watching inklusive 😉 (wenn man Glück hat)
Kosten: ca. 1000 Pesos
 
Falls Ihr nicht das Komplettpaket machen wollt, sondern nur Angeln oder einen Mangrovenwald sehen wollt, geht das auch günstiger:
 
  • Kayak Tour durch den Mangroven Wald
    Ca. 2h
    400 – 800 Pesos
  • Fishing-Trip (inkl. Ceviche Verpeisung)
    Ca. 2h
    400 – 800 Pesos

ANREISE, UNTERKUNFT, REISEZEIT

Anreise

von Tulum (siehe unsere Reiseroute)

Um nach Holbox zu kommen, müsst ihr erstmal nach Chiquila kommen. Dort legt nämlich die Fähre zur Insel ab. 

(1) Bus

Von Tulum nach Chiquila gibt es nur einen Direktbus (ADO) für ca. 20 EUR früh um 8:10 Uhr (Fahrtdauer 3h 40 min), das heißt, ihr seid um 11:50 Uhr in Chiquila und spätestens um 13 Uhr auf der Insel.

Alternativ gibt es auch Busse von Cancun, Playa del Carmen und Merida direkt nach Chiquila. Ihr solltet allerdings auch hier nicht last Minute buchen, da die Plätze schon recht schnell vergriffen sind in der Hauptreisezeit. Um Buszeiten zu checken, schaut am besten auf Busbud oder checkmybus bzw. geht direkt zum ADO-Busterminal. 

(2) Ab auf die Fähre

Es gibt zwei Anbieter: „Holbox Express“ und „9 Hermanos“, die ca. alle halbe Stunde nach Holbox ablegen. Je nachdem, wann ihr am Hafen ankommt, werden ihr an einen der beiden Anbieter verwiesen. Wir nahmen die Fähre „9 Hermanos“.

Infos

Dauer: 30 Minuten

Preis: 150 Pesos

Zeiten: 6:00 Uhr bis 21:30 Uhr (30-Minuten-Takt)

 

Unterkunft auf Isla Holbox

Che Holbox Hostel

Why? 
  1. Von 7:30 – 11 Uhr gibt es ein Buffet Frühstück zum erschwinglichen Preis
  2. Kaffee und Wasser sind früh immer umsonst
  3. Tolles Hostel-Programm: Yoga Class, Mojito Class, Bierpong
  4. Jeden Abend ein anderes all you can eat buffet für ca. 160 Pesos (u.a. BBQ night)
  5. Tolles Mittagsmenü und frische Smoothies
  6. Sehr sauber
  7. Tolle Vibes und coole Leute
  8. Ein Pool, der zum Relaxen einlädt
Preis: ab 15 EUR im 10er Dorm

Die beste Reisezeit

Die Regenzeit an der Riviera Maya geht von Mai bis November, während die Trockenzeit im November beginnt.

Die meisten Touristen kommen nach Holbox, um die Walhaie zu sehen. Daher ist die Walhai-Saison (Juni bis September) normalerweise die Hauptsaison. 

In der Nebensaison ist der Ort bei Einheimischen und Backpackern gleichermaßen beliebt.

Die unberührten weißen Strände und das kristallklare blaue Wasser ziehen die Menschen das ganze Jahr über auf die Insel. 

Einige Attraktionen, wie die Plankton oder Walhai Tour konnten wir leider nicht machen, da wir im Dezember da waren, aber wir hätten die Insel dennoch nicht missen wollen. Sie war einer unserer Lieblingsorte in Mexiko. 

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