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Mexico City – Die besten Sehenswürdigkeiten, Märkte und Tagesausflüge

Mexiko-Stadt, oder CDMX, wie es die Einheimischen gerne nennen, ist eine farbenprächtige und aufregende Metropole mit einer riesigen Bevölkerung von über 22 Millionen Menschen.

Vor diesem Hintergrund könnt ihr Euch vorstellen, dass diese lebendige Stadt auch einiges zu bieten hat: von historischen antiken Stätten, über fantastische Museen, wie das berühmte Frida Khalo Museum, bis hin zu köstlichen Speisen und aufregenden Märkten. Ich kann Euch garantieren: In Mexico City wird Euch keineswegs langweilig werden.

Dieser Backpacking Guide kann im Leben nicht alles aufzählen, was man in Mexico City unternehmen kann, aber ich möchte Euch dennoch ein paar Orte ans Herz legen, die Ihr unbedingt besuchen solltet, wenn ihr das erste Mal in der Hauptstadt seid – sowie ein paar backpackinghacks mitgeben. 

Dieser Backpacking Guide versucht Dir folgende Fragen zu beantworten:

Was kann man in Mexico City machen? Unsere Top 8 Things to do

1) Free Walking Tour: Lerne die Historie und die Hotspots der Stadt kennen

2) Auf den Spuren von Frida Kahlo: Das beliebteste Museum der Stadt

3) Xochimilco: Das farbenprächtige Venedig von Mexiko

How to: Wie kommt man nach Xochimilco auf eigene Faust?

4) Chapultepec: Der „Central Park“ von Mexiko

5) Das Trendviertel Roma Norte Condesa

6) Die besten Märkte in Mexico City

7) Teotihuacan: Die Stadt der Götter

How to: Wie kommt man nach Teotihuacan auf eigene Faust? 

8) Santo Ring: Ein traditionelles Sporterlebnis

Sicherheit und Transport: Wie gefährlich ist Mexico City?

Welche Unterkunft soll ich als Backpacker wählen?

8 THINGS TO DO IN MEXICO CITY

1) Free Walking Tour: History & Hotspots

Mexico City entstand inmitten von Vulkanen und wurde über fünf großen Seen gebaut. Erfahre in der Tour, warum die Seen um die Stadt herum trockengelegt wurden und warum Mexico City „sinkt“, bewundere die verschiedenen architektonischen Meisterwerke – und lerne mehr von den politisch motivierten Hintergründen. 

Lass Dir die Wahrzeichen der Stadt von Locals erklären

Ich nenne diesen Punkt zuerst, da ich sowohl Euch als auch mir es erspare, alle Wahrzeichen Mexico Citys in dieser Liste aufzuführen. Stattdessen möchte ich Euch an dieser Stelle die Free Walking Tour von Strawberry Tours empfehlen, die Euch innerhalb von 2,5 Stunden nicht nur durch die Stadt (zu allen Wahrzeichen), sondern auch durch die 1000-jährige Geschichte von Mexico City führt:

Von den Anfängen der Hauptstadt des Aztekenreichs über die spanische Eroberung unter Hernán Cortes bis hin zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit im 19. Jahrhundert.

Fazit: Die Tour hat viel Input – aber es lohnt sich!

Ohne die Historie sind die ganzen Gebäude zwar schön anzusehen, aber im Endeffekt hat man ohne einen Guide keine Ahnung, was sie so besonders macht. Ich wusste beispielsweise nicht, dass der Lateinamerikanische Turm, das erste Hochhaus der Welt, einem Erdbeben standhält oder warum das Postoffice in Mexiko City so besonders ist und, dass es dort ein faszinierendes Mosaik-Bild gibt, das bei genauem Hinsehen nur aus Briefmarken besteht. Ich wusste auch nicht, dass es bei Samborns für 200 Pesos einen all you can eat Brunch gibt, wo der längste Balkon und wo die älteste Bäckerei in Mexiko sind.

Gerade die kleinen „Funfacts“ sind es, die mich persönlich an einer Stadt faszinieren und ihr einen besonderen Charme verleihen.

Gut gerüstet für die nächsten drei Tage:

Nach 2,5 Stunden hatte ich mich nicht nur kulturell und geschichtlich weitergebildet, sondern wusste auch, wo ich gut trinken, essen und shoppen gehen kann.

  • Wann: Mo, Di, Mi, Fr, Sa
  • Meeting Point: Parque Alameda
  • Uhrzeit: 9:30
  • Kosten: umsonst, aber Trinkgeld ist erwünscht bzw. wird erwartet (ca. 100 Pesos)
  • Dauer: 2,5 Std

Auf eigene Faust? Verpasst auf keinen Fall folgende Sehenswürdigkeiten

Wer nur ein Foto von den Wahrzeichen der Stadt machen möchte à la „ich bin dagewesen“ oder schlichtweg keine Touren mag und selbst Geschichtsexperte sist, dem würde ich raten, folgende Highlights abzuklappern:

  • Benito Juarez Hemicycle
  • Madero Street
  • Palacio de Bellas Artes
  • Casa de los Azulejos
  • Post Palast
  • Der Lateinamerikanische Turm
  • Palacio Nacional
  • Kathedrale
  • Plaza de la Constitucion
  • Alameda Park
  • San Francisco Kirche
  • Templo Mayor

2) Auf den Spuren von Frida Kahlo

Es ist das beliebteste Museum der Stadt und jeden Tag vollständig ausverkauft: Das Frida Kahlo Museum in dem schönen Stadtviertel Coyoacán, wo die Malerin die meiste Zeit ihres Lebens verbrachte.

Nach ihrem Tod hat ihr Ehemann, Diego Rivera, das hübsche Blaue Haus (auch bekannt als „Casa Azul“) in ein Museum umgebaut und gestiftet, mit der Absicht, die Türen zum Leben und zur Geschichte der berühmten mexikanischen Künstlerin zu öffnen. Neben den Kunstwerken von Kahlo und ein paar anderen Artisten ihrer Zeit, sind daher auch Fotografien, Artefakte, und persönliche Gegenstände der mexikanischen Ikone ausgestellt.

Absolutes Must Do: Eine faszinierende Zeitreise durch Fridas Leben

Ein Besuch in dem blauen Haus, wo die Künstlerin geboren wurde und starb, ist meiner Meinung nach ein absolutes Must Do, da es wahrhaft eine Zeitreise durch Frida Kahlos Leben darstellt. Man erfährt nicht nur etwas über ihre Kunstwerke, sondern auch über die Frau selbst. Wer ist Frida Khaloo? Finde es selbst heraus!

Die Website hat den Vorerwerb der Tickets etwas versteckt. Hier kannst Du Tickets kaufen. Beachte: die Tickets sind online häufig 3 Tage im Voraus ausverkauft.

Falls Ihr es bereits versäumt habt, Tickets zu kaufen und auch noch Xochimilco mitnehmen wollt, ist diese Tour eventuell eine Alternative für Euch. 

Öffnungszeiten und Preise

  • Montags geschlossen!
  • Dienstag: von 10:00 bis 17:30 Uhr.
  • Mittwoch: von 11:00 – 17:30 Uhr.
  • Von Donnerstag bis Sonntag: von 10:00 bis 17:30 Uhr.
  • Eintritt: Standard 240 Pesos (270 Pesos am Wochenende)
  • Geführte Tour auf Englisch: 700 Pesos
    (Stand 2019)
Für alle, die das Meiste aus ihrem Geld herausholen wollen

Wer das Frida Khalo Musum besucht, erhält mit seine Eintrittskarte übrigens auch freien Eintritt in das Diego Rivera-Anahuacalli-Museum, welches ebenfalls in Coyoacan liegt.

Coyoacán: eine Sehenswürdigkeit für sich

Und auch so ist das Viertel Coyoacán einen Blick um die Ecke wert. Es ist eines der ältesten und schönsten Stadtviertel von Mexico City und ihr könnt Euch nach dem Museumsbesuch erstmal einen Kaffee in einem der schönen Stadtcafés gönnen, die adretten Leute des Viertels beobachten und anschließend noch den Markt besuchen (siehe auch Punkt 6)

3) Xochimilco: Das farbenprächtige Venedig von Mexiko

Xochimilco liegt etwa 30 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt und ist vor allem für seien farbenfrohen, gondelartigen Boote, die sogenannten Trajineras bekannt. Die traditionellen mexikanischen Holzboote schillern in allen Farben und bewegen sich auf einem weitläufigen komplexen Kanalsystem fort, auf dem es einiges zu sehen gibt.

Was erwartet mich?

Blumige Aussichten! Die Farben schillern wirklich von allen Seiten auf dieser Fahrt. Am eindrucksvollsten sind die sogenannten Chinampas, die man passiert: Das sind künstliche Inseln, auf denen Blumen, Gemüse und Zierpflanzen gezüchtet werden. Man fühlt sich also wie im Regenbogen-Land – bis der Kinderfilm mit FSK 0 plötzlich einer Altersbeschränkung erhält: ein Highlight der Tour (nur, wenn man die längere Tour bucht) ist nämlich die Isla de las Muñecas, die Puppeninsel. Und mir persönlich läuft es bei Clowns und Puppen echt kalt den Rücken runter.

Fiesta Mexicana! Wofür die Touristenattraktion auch bekannt ist, ist die Partystimmung an Board. Am besten Ihr akquiriert eine Gruppe von Leuten für die Tour (in ein Boot passen 20 Leute), damit die nötige Partystimmung entsteht! Wir waren leider nur zu zweit unterwegs und waren ein bisschen neidisch auf die Gruppenboote mit überragender Stimmung. Getränke und Snacks werden auf den kleinen Booten von lokalen Leuten verkauft.

Als Tour oder auf eigene Faust?

Für alle, die auch Frida Kahlo und das Viertel Coyoacán sehen wollen und (so wie wir) versäumt haben, rechtzeitig Tickets für das Museum zu erwerben:

Das Selina Hostel bietet eine kombinierte Tour auf ihrer Website an (sehr empfehlenswert). Generell bietet es sich an, diesen mit einem Besuch in Coyoacán zu kombinieren, das etwa auf halber Strecke zwischen dem Stadtzentrum und Xochimilco liegt.

Wer lieber auf eigene Faust loszieht und genug Zeit hat, der kann diesen Tagesausflug auch gut ohne eine Tour bewältigen.

Wie kommt man auf eigene Faust nach Xochimilco?

(1) öffentliche Verkehrsmittel / Metro (günstigste Variante)

Begebt Euch zur Station Tasqueña, der letzten Haltestelle der blauen Linie 2 der Metro in Richtung Süden. Von Tasqueña folgt Ihr den Schildern zum ‚Tren Ligero‘, dem Stadtbahnzug, der Euch nach Xochimilco bringt. Sichert Euch bestenfalls einen Sitzplatz, denn es sind etwa 17 Haltestellen bis zum Terminal Xochimilco. Von dort aus müsst Ihr nochmal etwa 30 Minuten zur Bootsablegestelle laufen (oder 10 Minuten mit dem Taxi fahren). Am besten gebt Ihr bei maps.me „Nuevo Nativitas Embarcadero“ ein, das ist der beliebteste Ablegeplatz.

(2) Uber

(die Preise können hier aufgrund der Verkehrslage und dem Ausgangspunkt in Mexiko stark schwanken, rechnet aber mit mindestens 400 Pesos aufwärts)

#backpackinghacks für Xochimilco

Die Basistour dauert 1 Stunde und führt durch den Hauptkanal. Wenn Du die berühmte Puppeninsel oder die nahegelegenen ökologischen Reservate sehen möchtest, solltest Du dich für die längere Tour (3+ Stunden) entscheiden. Außerdem (siehe backpackinghack 2, ist es in der Gruppe auch ziemlich lustig) 

Ich brauche wohl niemandem zu sagen, dass eine Fiesta einfach mehr Spaß in einer Gruppe macht. Also akquiriert ein paar Leute im Hostel: Je mehr, desto besser! Denn man zahlt pro Boot und auf ein Boot passen 20 Leute. 

Es ist erlaubt, Bier, Snacks und Lautsprecher einzupacken! Also zögert nicht und packt die Taschen voll, damit die Fiesta ein voller Erfolg wird. Außerdem spart das Geld, denn die Verkäufer auf den kleinen Booten bieten nicht gerade Schnäppchen an. 

 

4) Chapultepec: Der "Central Park" von Mexiko

Der Chapultepec Park kann es durchaus mit dem Central Park in NYC aufnehmen. Er zählt mit seinen 450 Hektar zu einem der größten Stadtparks der Welt. Trotz seiner Popularität kommt man sich aufgrund des weitläufigen Geländes daher kaum in die Quere.

Mexico City kann manchmal sehr hektisch sein. Ein Ausflug in den Chapultepec Park mit seinem auf dem Hügel thronenden Schloss“, ist daher eine willkommene Abwechslung zum schnellen Stadtleben und bietet die ideale Gelegenheit, nach den anstrengenden Sightseeing-Trips etwas abzuschalten und zu entspannen. Er bietet zahlreiche Freizeitaktivitäten: darunter botanische Gärten, ein See mit Paddelbooten, Wanderwege, Sonderveranstaltungen und für kulturell Interessierte: drei der besten Museen von Mexiko-Stadt, darunter auch das weltberühmte „Nationale Museum für Anthropologie“.

Tipp: Nehmt Euch Essen & Trinken mit und veranstaltet Euer eigenes kleines Picknick im Park

Außerdem solltet Ihr unbedingt den kleinen Hügel zum „Castillo de Chapultepec“ hinaufsteigen. Das Schloss diente früher als Kaiserpalast und Präsidentenunterkunft und beheimatet heutzutage das „Museo Nacional de Historia“ (Nationalmuseum für Geschichte). Man kann auch heute noch im Inneren die beeindruckenden Räumlichkeiten des ehemaligen berühmten Präsidenten Porfirio Diaz bewundern.

Nicht weit entfernt vom Park ist übrigens das beliebte Viertel „Roma Norte Condesa“. Es bietet sich also an vormittags in den Park zu gehen, evtl. das Museum für Anthropologie zu besuchen und am Nachmittag durch die Straßen von Roma Norte Condesa zu flanieren, wo man den Tag in einem der zahlreichen trendigen Restaurants ausklingen lassen kann.  

5) Roma Norte Condesa: Das Trendviertel

Shoppen, Flanieren und Dinieren im Trendviertel von Mexico City

Das war wohl mit Abstand mein liebster Ort in Mexico City. Ich war zu Beginn etwas voreingenommen von Mexico Stadt, da ich eine dreckige, laute Stadt erwartet hatte, aber dieses Viertel kann mit Europa mithalten. Mit einer unglaublichen Sammlung ausgezeichneter Restaurants und niedlichen Cafés sowie tollen einzigartigen Boutiquen (Liste folgt) und schönen Bars, ist es das absolute Paradies für Foodies und – wie Kevin mich immer nennt – Hipster wie mich.

Shoppen (meine Favoriten)

Lemur

Man könnte es als Skater-/Surferladen beschreiben. Dort gibt es deren Signature-Hoodies und Hosen, Vans mit tollen Mustern, Herschel Rucksäcke, jede Menge schöne Swimwear von bekannten Surfermarken und hübsche Boho-Kleider. Preislich kann man den Laden mit Quicksilver/Roxy-Stores in Deutschland vergleichen.

180° Shop

Eine tolle Boutique mit einzigartigen Pieces von eher unbekannten Marken. Man könnte es fast als Hipster-Traum beschreiben. Eine Mischung zwischen Minimalismus & Boho-Chic. Und: sie haben die geilsten Sonnenbrillen (leider auch sehr teuer, mein Favorit hat 300 EUR gekostet). Preislich gesehen haben sie eine breite Range: sowohl Schnäppchen als auch sehr hochpreisige Unikate.

Goodbye Folklore – Vintage Shop

Dieser Laden ist der absolute Hammer und kann echt mit Londoner Vintage Stores mithalten. Auf mehreren Etagen gibt es hier alles, was das Vintage-Herz höher schlägen lässt. Wunderschöne Boho-Hemden, coole Rocker-Shirts von den großen Bands (wie ACDC, Beatles, und Co.), tolle Lederware, ausgefallene Kleider und Denim-Ware, edles Schuhwerk und einzigartige Accessoires. Außerdem ist der Laden für sich schon ein einziges Kunstwerk, da die Inneneinrichtung bezaubernd ist.

Flanieren

Aber auch neben den Läden hat das Viertel einiges zu bieten. Hier gibt es regelmäßig Gemeindeveranstaltungen, Shows, Festivals, Märte, u.v.m. Nehmt den Vibe einfach in Euch auf und schlendert durch die hübschen Straßen – allen voran die Avenida Amsterdam, eine alte Pferderennbahn, die sich in eine wunderschöne Art-Déco-Wohnstraße mit einer Fußgängerzone durch üppige Gärten verwandelt hat.

Dinieren

Die Restaurants dort sind alle toll. Lasst Euch einfach beim Flanieren inspirieren. Eine ausdrückliche Empfehlung möchte ich dennoch für das Butcher & Sons abgeben: es war dort einfach urgemütlich und es gab echt phänomenale Burger ab 150 Pesos.

6) Mexikanische Märkte: Streetfood & Artesanias

Hier ist immer zu unterscheiden, ob man – wie ich – auf die klassischen Artesanias (typische mexikanische Kleidung, hübschen Maya-Schmuck oder Dekoartikel wie Traumfänger, Boho-Teppiche und Co) aus ist, oder sich lieber durch zahlreiche Stände schlemmen möchte.  

La Ciudadela – es war Liebe auf den ersten Blick

Ich liebe Kleidung, Schmuck und hübsche Deko-Artikel und der Mercado Artesanias Ciudadela ist somit mein unangefochtener Favorit, wenn es um mexikanische Märkte geht. Ich hätte am liebsten 20kg geshoppt, wenn ich mit meinem Backpack nicht noch einige Monate durch Mittelamerika ziehen würde. Und wen der kleine Hunger überfallt: Auch das Restaurant inmitten des Marktes ist zu empfehlen, für einen Taco-Snack zwischen den Shopping-Exzessen.

  • Für Kleidung, Deko, Schmuck, Mitbringsel
Mercado la Merced: der größte und älteste Markt

Der Markt wird bei Sehenswürdigkeiten immer ganz oben gelistet, daher habe ich ihn mit aufgenommen. Aber ich muss ehrlicherweise zugeben: mir hat das Ambiente des Marktes überhaupt nicht gefallen. Der Markt ist riesig – es gibt sieben Zonen, in der man jede Art von Essen, die man will, findet, allerdings fand ich die Qualität bescheiden. Direkt neben dem frischen Gemüse war beispielsweise eine riesige Müllhalde – wo mir echt der Appetit verging. Kleidungstechnisch ist nicht viel geboten außer die üblichen Adidas Fake Leggings und auch sonst fand ich den Markt recht „lieblos“ und eher auf Masse für die Einheimischen ausgelegt.

  • Food und Fake-Ware
Exotisches Street-Food im Mercado de San Juan

Wer ein einmaliges (Dschungelcamp) Street-Food-Erlebnis sucht, der sollte den Mercado de San Juan aufsuchen. Hier werden einem diverse Krabbeltiere und essbare Insekten als Vorspeise und zum Hauptgang dann Krokodil und Gürteltier serviert. Definitiv einen Besuch wert!

  • Außergewöhnliches Streetfood
Mercado Roma – für Genießer und Hipster

Der Mercado Roma ein überdachter Markt, der mit kleinen Lebensmitteltheken von sorgfältig ausgewählten Restaurants und Cafés von Mexico-City gefüllt ist. Man kann sich hier echt stundenlang durchprobieren und satt essen. Es ist gewissermaßen einfache mexikanische Küche auf Gourmet-Level. Wir haben echt noch nie so gute Tacos und Churros gegessen. Da wurde selbst Kevin, der Chefkoch, glücklich.

  • Food der Extraklasse
Mercado Coyoacán: next Door zu Frida Kahlo

Dieser Markt hat von allem bisschen etwas. Food, Kleidung, Kunst (kein Wunder, das Frida Kahlo Museum ist gleich nebenan). Allerdings ist der Markt – wohl auch wegen seiner Nähe zu Frida Kahlo – etwas teurer als La Ciudadela. Das war zumindest mein Eindruck. Trotzdem lohnt es sich, wenn man schon in der Gegend ist, einen kurzen Abstecher dorthin zu machen und Tostadas zu essen. Dafür ist der Mercado Coyoacán nämlich bekannt.

  • Gemischt: Food, Kleidung, Mitbringsel

7) Teotihuacan: Die Stadt der Götter

Die Besichtigung der prähistorischen bedeutenden Stadt und der Pyramiden von Teotihuacan ist ein beliebtes Tagesziel von Mexico-City aus.

Noch eine antike Ruinenstadt? Lohnt sich das?

Wir waren erst unsicher, ob wir dorthin gehen sollen, da wir versuchen massentouristische Destinationen zu meiden und es gibt wohl kaum ein Reisebüro, das nicht eine Tour dorthin anbietet. Außerdem hatten wir bis dato nach vier Wochen Mexiko schon so viele Mayastätten gesehen, dass wir uns ehrlicherweise dachten: muss es noch eine sein? Und ja, es musste! Denn die Stufentempel in Teotihuacan (von denen man die Sonnen- und Mondpyramide auch erklimmen darf) haben einen ganz anderen Charme als Uxmal oder Chichén Itzá – und wenn man, so wie wir, alleine früh morgens loszieht, um das Gelände zu erkunden, kann man auch dem Massentourismus zuvorkommen.

Dieser Tagesausflug ist nämlich auch gut – und meiner Meinung nach viel besser – auf eigene Faust machbar. Ihr spart Geld, könnt Euch die Zeit besser einteilen und seid vor dem großen Ansturm der Touristen-Busse bereits auf dem Gelände (Für alle Instagram-Affinen bedeutet das – bessere Fotos!) Ich würde Euch also immer empfehlen, alleine loszuziehen, außer Ihr wollt definitiv einen Guide (der kostet nämlich, wenn ihr nur zu zweit seid, einiges) oder wünscht etwas ganz Ausgefallenes. 

Preis auf eigene Faust (inkl. Roundtrip + Eintritt, ohne Guide): ca. 200 Pesos

(Ausgefallene) Angebote im Rahmen einer Tour: 
  • Sunrise-Tour: ab 700 Pesos, 5h, inkl. Transport, Guide und Eintritt
  • Eine romantische Ballonfahrt: Ja, das gibt es nicht nur in Kappadokien in der Türkei. Auch hier könnt ihr das perfekte Instagram-Foto schießen oder eurer Angebeteten für einen stolzen Preis von 3200 Pesos sogar einen Antrag machen (oder vielleicht erstmal alles Gute zum Jahrestag wünschen). Beides inkludiert im Preis.
  • Kombi-Tour: Teotihuacan & Basílica de Guadalupe (ab 650 Pesos, 5h)  

Wie kommt man nach Teotihuacan auf eigene Faust?

Mit diesem einfachen 5-Schritte-Plan kannst Du nichts falsch machen:

  1. Geh zur Station Autobuses del Norte (Linie 5) – entweder mit der Metro oder mit dem Uber – das überlasse ich Euch. Dort müsst Ihr, falls Ihr mit der U-Bahn ankommt, zum eigentlichen Busbahnhof laufen. Wer mit dem ADO-Bus in Mexico City ankam, weiß, wovon ich spreche. Alle anderen: Folgt einfach den Schildern aus der U-Bahn Haltestelle heraus und über die Straße zum Bahnhof. Falls Ihr ein Uber genommen habt, sagt dem Fahrer, dass ihr zum Busbahnhof und nicht zur U-Bahn-Haltestelle wollt
  2. Geh zur Puerta 8 (ganz links) innerhalb des Busbahnhofs. Dort werden Fahrkarten für die „Pyramidas“ oder die „Zona Arqueologico“ verkauft
  3. Beachte die Buszeit: Schaut direkt auf das gekaufte Ticket, denn darauf ist eine Zeit vermerkt, an die Ihr auch gebunden seid. Ganz im Gegenteil zur Rückfahrt: da könnt Ihr jeden Bus nehmen
  4. Ankunft an der Puerta 1: Dort könnt Ihr den Eintritt von 80 Pesos löhnen und Euch dann entscheiden, ob Ihr mit (ab 850 Pesos, 1h) oder ohne Guide loszieht.
  5. Für die Rückfahrt einfach die Schritte in umgekehrter Reihenfolge anwenden. Ihr verlasst die Ruinen und geht durch den Parkplatz zur Hauptstraße. Dort fährt der Bus bis abends im 20-Minutentakt auf der anderen Straßenseite zurück in die Stadt. Falls Ihr bei der Hinfahrt nur ein One-Way Ticket gekauft habt, könnt Ihr den Busfahrer direkt beim Einsteigen bezahlen.
Zeiten:
  • Der erste Bus fährt ca. früh um 6 Uhr morgens, regelmäßige Fahrten im 20-Minuten-Takt
  • Fahrtdauer: ca. 1-2 Std (je nach Verkehrsaufkommen)
  • Kosten: ca. 120 Pesos Roundtrip

Tipp: Nehmt den ersten Bus und erklimmt die 248 steilen Stufen des Sonnentempels, bevor die Touristenbusse um 10 Uhr das Gelände erobern.

8) Santo Ring: ein traditioneller Sport

Ehrlich gesagt, haben wir das selbst auf unserem Trip ausgelassen, da wir uns nicht wirklich etwas darunter vorstellen konnten und ich persönlich echt kein Wrestling/Box- or whatever-Fan bin. Ein Pärchen in unserem Hostel hat allerdings am letzten Abend dermaßen davon geschwärmt, was es für eine grandiose Erfahrung sei, dass es direkt auf unserer Bucketlist – und auf dieser Liste – gelandet ist. 

Was erwartet Dich?

Du besuchst im Rahmen einer Tour eine der traditionellsten Aufführungen des Landes – eine Lucha Libre-Ringkampfshow. Bei einer Tour geht man jedoch zunächst in eine berühmte lokale Pulqueria, wo man Pulque (altes fermentiertes Gebäck) probiert, Livemusik hört und versucht, Salsa oder Cumbia zu tanzen. Dann setzt man seine bunte Lucha-Libre-Maske (siehe Foto) auf und macht sich auf den Weg zur Show – und erlebt hoffentlich einen unvergesslichen Abend!

Hier gehts zur Tour-Beschreibung. 

UNTERKUNFT

Unterkunft in Mexico City

Selina Mexico City Downtown

Pro: hohes Niveau zum günstigen Preis (perfekt für Paare)
Selina ist eine Hostel-Kette in Mexiko, die eine Mischung aus Hostel und Hotel darstellt. Man bekommt ihr ein wirklich gutes Doppelzimmer für einen fairen Preis (besser als die meisten Hotels). Außerdem legt man im Selina viel Wert auf Interieur Design und gute Hygiene-Standards.

Con: Für einen Solo-Backpacker würde ich es nicht empfehlen

Das Hostel ist riesig und sehr anonym. Das macht es sehr schwierig, Leute kennenzulernen

Preis: Bett im 12-Bed-Dorm ab 10 EUR
Privates Doppelzimmer ab 31 EUR (war super schön!)

Indirekte Empfehlung
Ein tolles Hostel für (Solo)-Backpacker soll wohl das Suites DF Hostel sein! War bei uns leider schon ausgebucht, aber jeder hat davon geschwärmt!  

SICHERHEIT & TRANSPORT

Ist Mexico City gefährlich? 

Klare Antwort: Nein, WENN Ihr nicht auf den Kopf gefallen seid. Wir haben uns wirklich keine Sekunde unsicher gefühlt. Beachtet folgende Dinge und Ihr überlebt die Stadt ohne Probleme:

  • lauft nachts nicht alleine durch die Gegend, sondern, wenn Ihr auf Partytour seid, nehmt Euch ein Uber und wartet in der Bar, bis es ankommt
  • meidet schwierige Viertel! In München geht Ihr schließlich auch nicht ins Hasenbergl und wundert Euch dann, warum der Geldbeutel abhanden kam
  • Nehmt abends keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr, sondern greift auf Uber zurück
  • Behaltet Eure Wertsachen am Körper und nehmt nicht all Euer Geld und die Kreditkarten täglich mit. Ich nehme meist nur das nötigste Geld für den Tag mit (+Puffer) und lasse meine Kreditkarten im Schließfach im Hostel zurück. 
  • Wenn Euch jemand überfallen sollte, gebt ihm kampflos einfach euer Geld. Mehr wollen die gar nicht (ist mir persönlich aber noch nie passiert)

Sind die öffentlichen Verkehrsmittel in Mexico City gefährlich? 

Nein, untertags nicht. Abends würde ich sie eher meiden. Legt Eure Handtasche einfach nicht offen auf den Sitz neben euch, haltet Eure Wertsachen am Körper und seid achtsam, dann passiert auch nichts. Die Metro ist auch nicht gefährlicher als in Berlin.

Bestes Fortbewegungsmittel: UBER

Ladet Euch vorab die Uber App herunter, falls Ihr sie nicht sowieso schon habt. Die Metro-Verbindungen sind meist sehr kompliziert und langwierig und mit dem Uber könnt Ihr recht kostengünstig zu den Märkten und trendigen Vierteln innerhalb der Stadt fahren. 

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