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San Cristobal de las Casas im Süden Mexikos – Ein Traum für jeden Backpacker

Die Stadt in den Bergen, die einen verzaubert. Ein absolutes must-see für jeden Backpacker in Mexiko.

San Cristobal de las Casas haben wir spontan in unsere Backpacking-Route eingebaut, nachdem so viele andere Backpacker von der hübschen Stadt in den Bergen geschwärmt haben. Und ich muss sagen: der (leider sehr lange Weg) hat sich gelohnt. Die Stadt versprüht ihren ganz eigenen Charme und hat sowohl untertags als auch nachts einiges zu bieten.

Außerdem ist die Stadt Ausgangspunkt für zahlreiche Tagesausflüge: unter anderem zu Wasserfällen, einem Canyon, einer Kirche der etwas anderen Art (mit Voodoo-Chicken Ritualen!), mystischen Seen und mehr. 

Dieser Backpacking Guide versucht Dir folgende Fragen zu beantworten:

Was kann man in San Cristobal de las Casas machen? Unsere Top 5 Things to do

(1) Free Walking Tour: Hanging with the Locals

(2) Sumidero Canyon (und Chiapa de Chorzo)

(3) El Chiflon: gigantische Wasserfälle

(4) Lagos de Montebello: die mystischen Seen

(5) San Juan Chamula (Voodoo Chicken Rituale)

Wie kommt man nach San Cristobal de las Casas?

Welche Unterkunft soll ich als Backpacker wählen?

5 THINGS TO DO IN SAN CRISTOBAL

1) Free Walking Tour: Hanging with the locals

Das war wirklich mit Abstand die beste Free Walking Tour, die ich jemals mitgemacht habe. Denn man klappert nicht nur einfach jedes historische Gebäude ab (das macht man unter anderem auch), sondern besucht zwischen den Hauptattraktionen (Kathedrale, Santo Domingo, Klosterkirche de la Merced, Museo del Ambar, der Markt) lokale Unternehmen

Ein wenig wie „mit Locals abhängen“, die einem das trendigste Café der Stadt, ihren Lieblingsklamottenladen und den Hotspot für das Stadtgetränk („Poxna“) zeigen. 

Und wer denkt, dass diese Tour sicher Abzocke ist, und die Guides dafür Provision bekommen, den möchte ich an dieser Stelle beruhigen. Nein, alle Lokale, die wir besucht haben, waren wirklich ein super Tipp und man wurde nicht mal ansatzweise dazu genötigt, etwas zu kaufen. Ganz im Gegenteil: wir durften alles probieren. Von Kaffee und Gebäck über Kleidung bis zum traditionellen Poxna.

Meeting-Point & Zeit

Plaza de la Paz, direkt vor der Kathedrale steht ein hölzernes Kreuz

Haltet Ausschau nach dem orangen Schirm!

10 Uhr (ca. 2,5h)

Local Stopps

Casa el Pan

Während wir in einem gemütlichen Cafe saßen, hat unsere Touristenführerin uns von der Historie und den aktuellen Zuständen der Stadt erzählt, gab uns politische Insights und hat uns in ein Gespräch verwickelt.  

Perritas Bazar

Ein weiterer Stop war ein nachhaltiger Second-Hand Store (Vintage-Upcycling, Handmade-Design) für den guten Zweck, der von Rucksackreisenden betrieben wird. Dort durften wir traditionelle mexikanische Kleider anziehen und unser Guide hat uns interessante Einblicke in die mexikanischen Rituale und Traditionen gegeben. Der Laden hatte aber auch zeitgemäße hübsche Kleidung. Wir sind nach der Tour nochmal zurückgegangen. 

Ein kleiner Funfact an dieser Stelle: Pelz ist auch in Mexiko ein Zeichen des Reichtums.

Arteria – Souvenirs: 

Anschließend sind wir zum besten Souvenirshop der Stadt, der Arteria, gegangen. Wer seiner Familie oder Freunden ein schönes Andenken mitbringen möchte, ist in diesem Laden gut beraten. Es gibt in San Cristobal wirklich tolle Kunst (wir hätten uns sofort ein paar Bilder eingepackt, wenn wir nicht noch ein paar Monate unterwegs gewesen wären) und sehr schönen Schmuck, unter anderem mit Chiapas Amber angefertigt (ein ganz besonderer Bernstein aus der Region). Unser Guide hat uns zudem gezeigt, wie man prüft, ob es echtes Mexican alias Chiapas Amber (Bernstein) ist. Diese Art von Bernstein hat nämlich eine ganz besondere Farbintensität und man kann ihn in San Cristobal vergleichsweise günstig erwerben. Allerdings wird man auf der Straße oft übers Ohr gehauen.

Wie geht’s? Wird der Stein unter UV-Licht gehalten, verändert der Steine die Farbe und leuchtet in dunkelgrünen bis blauen Farbtönen. Das ist übrigens auch mit dem Handylicht machbar.

Cerveceria

Der krönende Abschluss. In der Cerveceria durften wir verschiedene Poxnas probieren: Pur, mit Hibiskus Jamaica, mit Kaffee und Kakao – für jeden Geschmack war etwas dabei. Und die Flaschen selbst sind allein schon ein echter Hingucker. Das perfekte Mitbringsel oder in unserem Fall: einfach mal für uns selbst was gegönnt.

Unsere eigenen Hotspots

Beste Aussicht: die Iglesia de Guadalupe

Man muss sich zwar 80 Stufen hochkämpfen, aber die Aussicht lohnt sich

Beste Bar: La Vina de Bacco

Hier gibt es zu jedem Weinglas ein Tapas. Außerdem ist die Auswahl groß und der Wein schmeckt für mexikanische Verhältnisse echt gut.

 

2) Sumidero Canyon (und Chiapa de Corzo)

Eine Bootsfahrt durch den Sumidero Canyon ist schon fast der Standard-Tagesausflug in San Cristobal, den jeder Backpacker macht.

Und das aus gutem Grund: Die Schlucht ist wirklich beeindruckend – und wer Glück hat, sieht auf der zweistündigen Fahrt durch den Canyon nicht nur aufragende Schluchtenwände, sondern auch einige Krokodile und Klammeraffen. Außerdem hat man diverse Stopps dazwischen, wie bspw. einen Wasserfall.

Wie kommt man hin?

Etwa 45 Minuten von der Stadt entfernt liegt die Bootsanlegestelle auf dem Grijalva-Fluss, wo man das Boot besteigen kann.  Dorthin kommt man entweder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (was ich nicht empfehlen würde) oder im Rahmen einer Tour. Preislich macht es absolut keinen Unterschied und bei der Tour-Variante habt Ihr noch den zusätzlichen Stopp inbegriffen.

Die Tour zum Canyon wird fast von jedem Hostel (Empfehlung: Puerta Vieja) und jedem Reisebüro angeboten. Außerdem gibt es diverse Kombi-Angebote: die meisten Touren enthalten einen einstündigen Halt in der Stadt Chiapa del Corzo sowie einen Stopp am Mirador auf den Schluchtenwänden

Ihr solltet jedoch fragen, was in der Tour genau inbegriffen ist und ob der Guide Englisch kann. Denn wir hatten in San Cristobal leider nur einen spanischsprachigen Führer (was meinen Grundwortschatz leider überfordert hat).

Wer es dennoch auf eigene Faust machen möchte, der muss sich ein Collectivo nach Chiapa de Corzo nehmen. Diese findet man auf dem Markt für ca. 50 Pesos (one way, Fahrtdauer 1h). Von Chiapa de Corzo aus muss man schließlich einige hundert Meter am Flussufer entlang gehen, um zu den Docks zu gelangen. Dort bieten die Boote die zweistündige Tour häufig für 200 Pesos pro Person an.

Chiapa de Corzo

Ein netter Zwischenstopp, den man in einer Stunde gut erkunden kann

Diese laut Mexikanern „pueblo magico“ (magische Stadt) liegt gewissermaßen auf dem Weg zum Canyon (egal ob via Collectivo oder im Rahmen einer Tour) und ist definitiv einen kurzen Besuch wert.

Must See Spots in einer Stunde

(so viel Zeit habt Ihr üblicherweise im Rahmen der Tour)

  • Der Uhrturm
  • La Pochota (der große Baum)
  • La Pila Brunnen (der die spanische Krone huldigen soll)

Ich fand eine Stunde dort absolut ausreichend, aber wer in der Stadt mehr Zeit verbringen möchte, sollte dort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hinfahren. Der Weg ist schließlich nicht weit (1h).

3) El Chiflon: gigantische Wasserfälle

El Chiflon ist eine atemberaubende Reihe von Wasserfällen, die mit dem riesigen Wasserfall Velo de Novia gipfelt, der sich dramatisch 120 Meter in die Tiefe stürzt.

Vom Eingang des Parks bis zum Highlight, dem Velo de Novia, ist es ein ungefähr 40 Minuten langer Hike, der jede Mühe wert ist. Der ganze Park wirkt wie ein Gemälde von Kaskaden und man kann sich gar nicht entscheiden, welcher am schönsten aussieht (Mir persönlich hat der zweithöchste am besten gefallen). Entlang des Weges gibt es auch einige Hängematten und Bänke, an denen man einen kleinen Stopp einlegen kann.

Auch Abenteuerlustige kommen in dem Wasserfall-Areal auf ihre Kosten:
  • Am Ende des Weges kann man für kleines Geld auch noch hinter dem Wasserfall entlang gehen.
  • Und auf dem Abstieg, kann man den Weg zurück auch mit einer Zipline absolvieren. Man saust in etwa 40 Sekunden die 500 Meter lange Zipline über die blauen gewaltigen Wasserfälle hinweg (Kosten: 200 Pesos).

#backpackinghacks für El Chiflon

Bringt am besten ein Handtuch und Badezeug mit, wenn Ihr ein Bad im kühlen, kristallklaren Wasser unterhalb der Wasserfälle nehmen wollt.

In San Cristobal ist es häufig etwas frischer, so dass man in der Früh etwas fröstelt. Allerdings ist es bei El Chiflon der umgekehrte Fall. Die Sonne brennt gnadenlos und spätestens der nicht ganz unanstrengende Hike bringt einen ins Schwitzen. 

Gerade wer die Tour inklusive Lagos de Montebello gebucht hat, sollte sich danach nicht nass ins Auto setzen, bzw. noch warme Kleidung einpacken. Denn am See ist es häufig 10 Grad kälter (siehe Punkt 4). 

Im Rahmen der Tour hat man meist 2h Zeit und auch wenn Ihr auf eigene Faust dorthin geht, solltet Ihr genug Zeit einplanen, da der Weg sich doch recht zieht und die letzten Collectivos meist am späten Nachmittag zurückfahren (informiert Euch vorher, wann das Letzte fährt!)

Der Wasserfall kann von beiden Seiten des Flusses begangen werden. Allerdings werden diese Seiten von unterschiedlichen Companies betrieben.

Das heißt: informiert Euch im Voraus, auf welcher Seite Ihr langgehen werdet. Ihr müsst nämlich für jede Seite separat zahlen. Wir sind, mit Blick zum Wasserfall gerichtet, nämlich auf der für uns gesehenen linken Seite entlanggegangen, waren aber ziemlich neidisch auf die andere Seite, da es dort weitaus bessere Zugänge zum Wasser gab. Angeblich hat man aber auf der linken Seite einen besseren Blick auf den Velo de Novia, weshalb die meisten Touren dorthin fahren, wohingegen man mit dem Collectivo eher auf der rechten Seite landet. Also entscheidet für euch selbst, was euch wichtiger ist.

Wie kommt man hin?

Es gibt zwei Möglichkeiten, die sich preislich kaum unterscheiden, allerdings verschiedene Vor- und Nachteile haben. 

Von San Cristobal aus kann man ein Collectivo in die Stadt Comitan nehmen (Fahrtdauer ca. 2h). Von dort aus muss man in einen ca. stündlich verkehrenden Linienbus umsteigen (Fahrtzeit ca. 1h), der einen zu einer Abzweigung zum Park bringt, von wo aus man etwa 15 Minuten zu Fuß zum eigentlichen Parkeingang braucht.

Tagesausflüge nach El Chiflon werden in jedem Touristenbüro für einen guten Preis angeboten. Außerdem inkludiert die Tagestour meist noch einen anschließenden Besuch ausgewählter Seen von Montebello (siehe nächster Punkt).

 El Chiflon auf eigene Faust oder im Rahmen einer Tour?

Wir hatten eine Tour gebucht, da es preislich nicht viel Unterschied machte und wir gerne noch die Seen von Montebello mitnehmen wollten.

Im Nachhinein betrachtet hätten wir es lieber auf eigene Faust gemacht und Montebello weggelassen. Denn so schön die Wasserfälle waren, der Tagesausflug selbst war wirklich lang und ungemütlich. Man verbringt im Endeffekt mehr Zeit im Mini-Van als bei den Attraktionen. Denn allein die Fahrt nach El Chiflon dauert schon ca. zwei Stunden und danach dauert es wiederum zwei Stunden zu den Seen, um am Ende wieder den ganzen weiten Weg zurückzufahren. Der Weg ist übrigens auch nichts für Leute, die zur Reiseübelkeit neigen. Es geht ziemlich kurvig zu (es war ungefähr jedem schlecht) und einer der Mitreisenden hat sich nach bereits einer Stunde übergeben müssen. Übrigens nimmt der Fahrer aus diesem Grund auch gar nicht erst Betrunkene mit. Im Hostel mussten wohl schon öfter Leute zurückbleiben, die nach einer durchzechten Nacht noch zu viel Promille aufwiesen.

Unsere Tagestour nach El Chiflon & Montebello sah folgendermaßen aus: 

  • 8:00 Uhr: Pick up, ca. 1h lang alle Hostels/Unterkünfte abgeklappert und alle eingesammelt
  • 9:00 Uhr: Abfahrt von San Cristobal
  • 11:00 Uhr: Ankunft in El Chiflon: 2h Zeit
  • 13:00 Uhr: Abfahrt von El Chiflon
  • 14:45 Uhr: Mittagessen in der Nähe von den Seen, ca. 100 Pesos pro Person (egal welches Gericht man gewählt hat)
  • 15:30 Uhr: „See-Hopping“: Lago pojoj (hier konnte man eine Floßfahrt zur Insel in der Mitte machen für 10 Pesos extra), Lago las cenales cinco Lagos, Laguna la canada, Miradors
  • 19:00 Uhr: angedachte Rückfahrt (wir haben früher abgebrochen, weil das Wetter so schlecht war und man bei dem vorgesehenen Mirador nichts mehr gesehen hat)
  • 21:00 Uhr: Ankunft in San Cristobal

Kosten 400 Pesos (im Puerta Vieja Hostel)

+100 Pesos Mittagessen

+ 10 Pesos Floßfahrt für den See

4) Lagos de Montebello

Im äußersten Süden vom Bundesstaat Chiapas, kurz vor der Grenze zu Guatemala, gibt es eine Reihe wunderschöner, beinahe mystischer Seen, die inmitten von Eichen- und Pinienwäldern liegen. Sie sind in erster Linie für ihre satten Grün- und Blautöne bekannt, die im Sonnenlicht schimmern.

Wir hatten leider kein Glück mit dem Wetter und haben richtig gefroren, weil wir nicht gegen die feuchte Kälte und den erbarmungslosen Wind in der offenen Weite gewappnet waren. Im Hostel hatte man uns nur gesagt, wir sollen Sonnencreme und Badezeug für die Wasserfälle mitnehmen, daher waren zwar perfekt gerüstet für El Chiflon, aber absolut unvorbereitet für die windige Kälte am See. Es ist uns damit etwas schwerer gefallen, die Schönheit der Seen wirklich genießen zu können.

 

Bei schönem Wetter soll es aber ein wunderschöner Ort zum Entspannen sein. Es gibt dort verschiedene Seen.

Im Rahmen unserer Tour haben wir Folgende besucht: 
  • La Cañada
  • Pojoj
  • und eine Gruppe von fünf Seen, bekannt als Lagunas de Colores

Am besten gefiel mir der See Pojoj, da man hier mit einem Floß zu einer Insel mitten auf dem See fahren konnte. Trotz des Nebels leuchtete der See außerdem in sattem Grün. Ich kam mir bisschen wie in einem „Drei ???- Hörspiel“ vor, in dem man gleich etwas Spektakuläres am Grund des Sees findet (siehe Foto). 

Danach wären einige Aussichtsplattformen auf dem Programm gestanden, von denen wir aber nur einen zu sehen bekamen, da es so neblig war, dass man leider keine zwei Meter weit sehen konnte. Daher haben wir die Restlichen ausgelassen und sind früher zurückgefahren.

Lohnt sich die Tour?

 

Ich würde im Nachhinein – wie im letzten Punkt schon angesprochen – wohl nicht mehr im Rahmen einer Tour zu den Seen fahren, da man jeden See bzw. Mirador schon recht schnell abhakt und man für meinen Geschmack einfach zu viel Zeit im Auto verbringt.

Wie kommt man hin?

Siehe El Chiflon Combi-Tour für 400 Pesos (in Punkt 3)

Selbe Prozedur wie schon bei El Chiflon. Man nimmt von San Cristobal ein Collectivo nach Comitan (2h Fahrtzeit) und steigt dann um in ein regelmäßig verkehrendes Collectivo nach Montebello. Dieses stoppt dort an allen wichtigen Punkten der Gegend. Jeder See kostet einzeln ca. 25 Pesos Eintritt (ist bei der Tour schon inkludiert).

Ich würde diese Variante wirklich nicht empfehlen, da man hier schlichtweg unter Zeitdruck gerät und habe auch niemanden getroffen, der mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Seen gefahren ist. Im Endeffekt hetzt man dann genauso wie bei der geführten Tour durch den Tag, nur dass man noch Angst haben muss, nicht mehr zurückzukommen. Wer den See mit seinen malerischen Stopps also mitnehmen möchte und keine lange Fahrt scheut, dem empfehle ich die Tour.

Das nächste Mal würde ich wohl ein Auto mieten

Wer dort auf eigene Faust hinfährt (im Rahmen einer Tagestour nur mit dem Auto möglich), der kann noch wesentlich mehr unternehmen. Es soll dort auch schöne Wanderwege, Höhlen, Cenoten und sogar ein paar Mayaruinen geben.

5) San Juan Chamula: Voodoo Chicken

San Juan Chamula, nur etwa 30 Minuten von San Cristobal de Las Casas entfernt, ist ein famoses Dorf der Tzotzil-Indianer, in dem die Besucher Zeuge von deren religiösen Gebräuchen, alias wahrhaft „stranger things“ werden können.

Stranger things“ im Templo de San Juan (der Kirche im Ort)

Von außen sieht die Kirche recht unspektakulär und unschuldig aus, aber im Inneren wird es eben leicht „strange“. Die Einheimischen singen Gebete in ihrer Muttersprache – ok das ist noch recht normal, aber dann fängt es an: sie trinken massig kohlensäurehaltige Limo, um anschließend laut in den Weihrauch rülpsen zu können. Damit befreit man wohl böse Geister. Und wenn man Glück hat (oder Pech, je nach Perspektive), wird man Zeuge eines ganz besonderen Spektakels: einer Opfergabe am Altar. In anderen Worten: ein Huhn muss dran glauben

Voodoo Chicken? 

Diese Opfergabe findet häufig im Rahmen einer Zeremonie statt, deren Ziel es ist, die bösen Geister/Energien von einer Person auf das Huhn zu übertragen. Deshalb muss das Huhn anschließend auch umgelegt werden, da man damit gleichzeitig den bösen Geistern ein Ende setzt.

Kosten: 20 Pesos für den Eintritt der Kirche 

Wie kommt man hin?

  • Collectivos fahren in der Nähe des Marktes ab
  • Kosten: ca. 15 Pesos (one way)
  • Dauer: 30 Minuten

Akquiriert einfach ein paar Leute im Hostel und Ihr kommt für ein wenig mehr Geld etwas komfortabler hin.

Eine Tour lohnt sich nur, wenn Ihr wirklich die komplette spirituelle Erfahrung mitnehmen wollt. Bei einer Tour ist meist noch ein Stopp in dem Dorf Zinacantan mit eingeschlossen, das ähnliche Bräuche hat. Außerdem habt ihr dann natürlich einen Guide, der Euch über die religiösen Praktiken bis ins Detail aufklärt.

Es soll wohl auch einen Wanderweg dorthin geben. Einfach auf maps.me dem Fußweg folgen oder im Hostel nachfragen. Wir selbst sind den Weg nicht gegangen, da wir nicht so viel Glück mit dem Wetter in San Cristobal hatten

Dauer ca. 2h

ANREISE UND UNTERKUNFT

Anreise

von Palenque (siehe unsere Reiseroute)

(1) Bus

Von Palenque gibt es täglich drei Busverbindungen für ca. 19 EUR nach San Cristobal de las Casas (Fahrtdauer ca. 9h). Wir haben den Bus früh um 5:00 Uhr genommen und sollten gegen Nachmittag ankommen. Leider ist die Verbindung wohl nicht die Zuverlässigste. Wir mussten erstmal 2h auf den Bus warten, da er Verspätung hatte und waren dann auch 2h länger unterwegs als eingeplant.

Um Buszeiten zu checken, schaut am besten auf Busbud oder checkmybus bzw. geht direkt zum ADO-Busterminal.

(2) Collectivo

Alternativ gibt es auch die Option mit Collectivos (ca. 5h). Bei dieser Variante steigt man in ein Collectivo in Palenque und wechselt in ein anderes auf halber Strecke nach San Cristobal. Angeblich wird man nicht überfallen, da die Collectivo Fahrer die Gangs bezahlen. Sicher wäre ich mir allerdings nicht. Außerdem besteht der Weg hauptsächlich aus Serpentinen, was dem ein oder anderen mit Reiseübelkeit eventuell Probleme beschaffen könnte.

Wir sind mit dem Bus lieber auf Nummer sicher gegangen und haben den längeren Weg in Kauf genommen, allerdings haben wir in San Cristobal ein Paar getroffen, die die Collectivo-Variante gewagt haben und – bis auf die Übelkeit – keine Probleme hatten.

Unterkunft in San Cristobal de las Casas

Puerta Vieja Hostel

Why? 
  1. Tolle Lage: es liegt direkt im Zentrum, zu den Sehenswürdigkeiten und den Einkaufsstraßen sind es nicht mehr als fünf Minuten
  2. Bester social vibe! Das Puerta Vieja Hostel war definitiv eines meiner Lieblingshostels in Mexiko in Punkto „Socializing“. Es gibt jeden Abend ein besonderes Dinner für wenig Geld (Burger, BBQ, etc.), diverse Drinkspecials an der Bar und ein Lagerfeuer, an dem sich jeder wärmt. So kommt man schnell mit anderen Backpackern ins Gespräch.  
  3. Free Breakfast: Ein super Frühstück (3 Optionen: süß, salzig, vegan) ist in den 8 EUR pro Nacht auch schon dabei. Sogar an Veganer wird hier gedacht.
  4. Schöne Common Area mit Netflix, Tischtennis und Hängematten im Außenbereich

Einziges Manko: Es kann wirklich kalt werden in San Cristobal und das Hostel hat zwar tolle Chillout-Areas, aber es ist leider rein gar nichts isoliert. An dem Tag unserer Abreise haben wir also ziemlich dolle gefroren, da wir uns nirgends aufwärmen konnten. 

Preis: Bett im 8er Dorm ab 8 EUR

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